ISW04 in Newcastle

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Guy Fawkes and the

Bonfire Night

Remember, remember the fifth of November
Gunpowder, treason and plot.
I see no reason why the gunpowder treason
Should ever be forgot.

Von Guy Fawkes und dem geplanten Anschlag  aufs Parlament 1605 wurde an dieser Stelle ja schon des Öfteren berichtet, um Erinnerungen aufzufrischen verweise ich auf http://de.wikipedia.org/wiki/Guy_Fawkes

Am 5. November wurde auch in Newcastle die Vereitelung des Anschlags gefeiert, dass sich heuer zum 401. Mal jährte. Um ehrlich zu sein, war ich ziemlich enttäuscht, es gab nämlich nicht einmal ein richtiges Feuer (die Brandschutzbestimmungen in diesem Land sind wirklich ein bisschen übertrieben), also wurde auch keine Guy-Fawkes-Puppe verbrannt und kein einziges Kind konnte den oben angeführten Reim aufzählen – ich weiß nicht was mit der Jugend  los ist: das ist ein VIER-Zeiler und hat demnach nur 4 Zeilen, dass ist doch wirklich nicht zuviel verlangt. Trotzdem haben sich hunderte Leute im Park hinter dem Stephenson Building versammelt um das Feuerwerk zu sehen. Das war dann auch wirklich schön, sehr aufwendig und von ständigen „Aaaah!“ und „Ooooh!“ – Rufen aus dem Publikum begleitet. Überhaupt sah man den ganzen Abend den Horizont leuchten, weil ja in der ganzen Stadt Feuerwerke geschossen (ist „schießen“ das richtige Verb ) wurde. Die ganze Veranstaltung fing schon um halb 7 an und war um 7 auch schon wieder vorbei, ist also eher etwas für Kinder und Touristen, wobei ich mich selbst irgendwo dazwischen einreihe. Ich habe dann eine Frau gefragt, was das Ganze eigentlich mit Guy Fawkes zu tun hat, sie meinte nur, dass das nicht so wichtig ist. „It’s just fun for the kids – and for us!“

Also wirklich ein eigenartiger Brauch mit einem noch eigenartigeren Hintergrund, aber ein schönes Feuerwerk. Und wenn's der Guy damals nicht versaut hätte, dann hätten die Leute vor 401 Jahren in London ein ganz anderes Feuerwerk gesehen. Mit so ein paar Tonnen Schießpulver und einem Sprengmeister vom österreichischen Militär hätte man schon damals die eine oder andere zündende Idee umsetzen können, aber es hätte halt nicht sollen sein.

PS: Ich möchte mich gleich für die schlechte Qualität der Fotos und Videos entschuldigen, wen es ganz besonders stört kann mir ja eine neue Digitalkamera kaufen (ist ja bald Weihnachten), denn meine hat ja nur 2 Megapixel, ungelogen.

17.11.06 23:06


Amerikanische TV-Serien

Herzlich Willkommen bei unserer neuen, wöchentlichen Freitagsrubrik.  Hier findet ihr ab heute jede Woche (oder auch nicht so regelmäßig, wie’s mir einfällt) das ultimative Ranking der britischen Top 10.

Stein des Anstoßes war ein DVD Abend mit Sarah und Lauren. Wir sahen einen Film mit Christina Applegate und Sarah fragt ganz unschuldig: „Who is she?“ und ich: „Christina Applegate, you know Kelly Bundy, from Al Bundy…“ Aber ich blickte nur in ratlose Gesichter . Anfangs dachte ich, dass das vielleicht eine Ausnahme ist, aber bald bemerkte ich, dass dies nur die Spitze des Eisbergs sein sollte. Seht hier

Die Top 10

amerikanischen Fernsehsendungen,

die niemand auf den Britischen Inseln kennt
 

Platz 10:

Chaos City

Hab ich mir auch nie angesehen, aber zumindest kenn ich es.


Platz 9:

Alle unter einem Dach

Ja, das war mal ziemlich populär hierzulande, in GB aber nicht.


Platz 8:

Unsere kleine Farm

Fad, aber hat definitiv Kultstatus


Platz 7:

Gilmore Girls

Ist zwar noch relativ frisch, aber das MUSS man gesehen haben.


Platz 6:

Die Nanny

Die kennen Fran Fine nicht, ja gibt’s denn das?


Platz 5:

ALF

Zitat Kay: „I think, I’ve heard of that one, but I never saw it.”

 

Platz 4:

Full House

Die Olson-Zwillinge sind schon ein Begriff, aber ihre bekannteste Serien nicht.


Platz 3:

Dr. Quinn

Ach ja, was wären wir ohne Jane Seymore und Joe Lando gewesen…


Platz 2:

Eine schrecklich nette Familie

Nichts für die prüden Briten?


Platz 1:

Wunderbare Jahre

Ich wäre fast in Tränen ausgebrochen: die kennen den kleinen Kevin nicht!

17.11.06 02:01


Coca-Cola Championship

Sunderland AFC vs. Cardiff City

Halloween verbrachten HP und ich in Sunderland. Mit der Metro ist man ja einigermaßen schnell dort. Ein kleiner Spaziergang ans Meer und ein anschließendes Essen in einem chinesischen Restaurant bildeten aber nur der Auftakt zu unserer eigentlichen Mission, nämlich das Fußballmatch  des Sunderland AFC gegen die Gäste aus Cardiff. Schon den ganzen Abend waren überall Menschen in den rot-weißen Sunderlandtrikots zu sehen. Kinder waren ausnahmslos entweder in Halloweenkostümen  von Haus zu Haus gewandert oder mit ihren Eltern (vorwiegend Vätern) unterwegs zum Spiel.
HP hatte mich ja schon vorgewarnt, dass es in der 2. Liga meist noch etwas rauer zugeht als in der 1. Rund ums Stadion waren dann auch besonders viele Sicherheitsleute und Polizisten (endlich habe ich auch einen Bobby zu Pferd gesehen, sehr beeindruckend).
Unsere Plätze waren wieder ziemlich nah am Spielfeld, nur leider war das Spiel nicht wirklich toll, Sunderland war alles andere als gut und die wenigen Fans von Cardiff City, die im Gästesektor umringt von Securities waren, machten mehr Lärm als die Sunderland-Fans (zahlenmäßig ca. 10-Mal soviel). Beinahe kam es auch zu Ausschreitungen  als Sunderlandfans in den Gästesektor eindringen wollten, doch die Sicherheitsleute hatten die Störenfriede gleich unter Kontrolle.
Meine Aufmerksamkeit fokussierte sich dann auf eine kleine Elster, die offensichtlich verletzt war und nicht mehr aus dem Stadion fliegen konnte. Das arme Geschöpf humpelte die ganze Zeit um das Spielfeld herum und ich machte mir Sorgen, dass es nicht irgendwann mit voller Wucht vom Ball getroffen wird. Aber die Elster merkte dann, dass sie im Tor des Sunderland AFC nichts zu befürchten hatte. Ich weiß gar nicht mehr, wie hoch Sunderland verloren hat , aber es war jedenfalls kein schönes Ergebnis . Mittlerweile ist der AFC im der Coca-Cola Championsship auf Platz 19, die Bluebirds aus Cardiff auf Platz 1, das sagt ja eh schon alles.
Fazit: Das Newcastle United – Spiel war sicher besser, trotzdem war es ein sehenswertes Spiel und hat auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht, vor allem weil die Stimmung  im Stadion ganz eine andere ist, als im Schwarzen..… – pardon – UPC-Stadion.

Ja, dann blieb meinem Schatz und mir nur mehr der Mittwoch. Da hab ich natürlich gleich eine Sightseeingtour eingeplant. Besucht haben wir auch das Konzerthaus, das so ähnlich aussieht wie das Grazer Kunsthaus. Von dort aus hat man eine wunderschöne Aussicht über die Quayside und die haben wir natürlich gleich genutzt, um das Aufklappen der Milleniumbridge einmal von oben zu sehen.

Donnerstags in den frühen Morgenstunden ging’s mit dem Taxi um halb 5 zum Flughafen (Metro fährt ja erst ab dreiviertel 6). Denn ich musste HP auch schon wieder wegfliegen lassen und bin seit dem wieder ganz alleine.

14.11.06 15:34


Von Schafen, Hochlandrindern, diesen kleinen weißen Hunden und Kilts

Schottland

 

Should auld acquaintance be forgot

And never brought to mind?

Should auld acquaintance be forgot

And days of auld lang syne?

 

For auld lang syne, my dear

For auld lang syne

We’ll take a cup o’kindness yet

For auld lang syne

 

Am Donnerstag (Nationalfeiertag in der alten Heimat) machten mein Schatz und ich uns auf nach Schottland.  Mit dem Zug fuhren wir von Newcastle Central über Edinburgh und Glasgow nach Balloch. Das ist eine Kleinstadt am Südufer des Loch Lomond, dieses wiederum ist eines der größten Lochs der süd-westlichen Highlands. (Hier kommen auch die Hunde aus der Cäsar-Werbung her: West-Highland-White Terrier.)  

In Balloch wurden wir erst mal mit kräftigen Regen begrüßt , dieser setzte im Laufe des Wochenendes nur selten aus. Als Unterkunft hatten wir das Restil, ein kleines Bed&Breakfast ausgewählt. Die beiden Vermieter waren sehr nett und haben uns jeden Morgen mit einem original Schottischen Frühstück verwöhnt , dieses besteht aus zwei kleinen Würstchen, Speck, gebratenem Kartoffelbrot, einer halben gegrillten Tomate, einem Spiegelei und – natürlich – backed beans. Letzteres habe ich aber diskret und großzügig wie ich bin an HP weitergegeben.

Den Donnerstag haben wir dann erst einmal zum akklimatisieren genutzt und haben uns beim örtlichen Tourismusbüro über mögliche Wandertouren und Busverbindungen informiert. Unser eigentliches Ziel war ja der 974 m mächtige Ben Lomond, der höchste Berg am Loch Lomond, doch leider haben wir die Rechnung ohne das Wetter und die Busverbindungen, die in der Nebensaison schlechter sind, gemacht. Aber eine Ersatztour für Freitag war schnell gefunden:

 

Der Conic Hill (358) am Ostufer des Lochs hat sich dann auch als schöne Wanderung herausgestellt. Als wir schon etwas weiter oben waren hat sich der Nebel ein wenig gelichtet und wir hatten einen wunderschönen Ausblick über das Loch und die zahlreichen Inseln. Menschen waren nicht viele unterwegs, nur ein Herr, der alleine unterwegs war und eine Schulgruppe, die dann aber umgekehrt ist. Dafür trafen wir aber ein paar Schafe und Hochlandrinder, die sich vom Wetter ziemlich unbeeindruckt zeigten. Wir waren ja gut angezogen  und haben uns natürlich wacker durchgekämpft und der Regen hat zwischendurch auch ein wenig nachgelassen.

Eine längere Tour wäre aber trotzdem nicht sehr sinnvoll gewesen, da wir schon nach dieser ziemlich durchnässt waren und ich hatte ganz rote Backerla . Gott sei Dank hat unsere Gastgeberin Mhairi gleich unsere Sachen in die Waschmaschine gegen, so dass wir gleich die nächste Tour planen konnten. Dem Wetterbericht zufolge hätte es am Samstagnachmittag etwas weniger regnen sollen, also beschlossen wir, das Loch einmal von der Westküste aus zu betrachten. Der 642 m mächtige Beinn Dubh bot sich da regelrecht an. Vorher aber wollten wir aber den Abend noch nutzen und uns die Pubs des Städtchens anschauen.  Leider haben wir nur eines geschafft, das war so gemütlich, das wir uns gar nicht auf die Suche nach einem anderen gemacht haben. Das Guinness war – wir haben es auch nicht anders erwartet – vorzüglich, was will man mehr?

 

Mit trockener Kleidung und bei aufhellendem Himmel begannen wir den Aufstieg von der kleinen Stadt Luss ausgehend. Auch Beinn Dubh bot einen wunderschönen Panoramablick über den mittleren Teil des Lochs und auf Ben Lomond. Weiter oben schlug das Wetter aber jäh um und orkanartige Sturmböhen hätten die kleine Dorli fast vom Berg geweht  wenn der HP sie nicht beschützt hätte. Der Regen kam – ohne Übertreibung – waagrecht daher und wir waren beide innerhalb kürzester Zeit waschelnass. Doch trotzdem erreichten wir den Gipfel, Fotos gibt’s davon keine, das hätte einfach keinen Sinn gemacht. Ach ja, fast hätte ich die „Aktion des Tages“ vergessen: HP hatte es beim Abstieg besonders eilig, da kamen die kleinen Bacherla, die eigentlich Wege sein hätten sollen, gerade recht und schon ging es auf den Rucksack nach unten und zwar mit ziemlichen Speed. Ob die Aktion wirklich freiwillig war kann ich nicht genau sagen, hat eher so ausgesehen, also ob es ihm auf dem rutschigen Untergrund einfach die Füße weggezogen hätte. Sah auf jeden Fall lustig aus und der Rucksack hatte dann eine neue Farbe: modisches khaki-braun, ideal für die Herbstsaison.

 

Der Sonntag (als wollte uns das Wetter hier wirklich nur ver*****en) war dann wieder wunderschön. Leider ging unser Zug aber schon am frühen Nachmittag, deshalb ging sich kein größerer Ausflug mehr aus. Doch für einen kleinen Spaziergang reichte es allemal. Außerdem fuhren wir auch noch mit Sweeney’s Cruises, das ist ein kleines Schifffahrtsunternehmen, das kleine Ausflugsfahrten auf dem Loch Lomond übernimmt. Dabei erfuhren wir auch noch ganz wichtige Fakten über das Loch, also:  Loch Lomond ist mit einer Fläche von über 70 km² der größte Süßwassersee Großbritanniens, 200 m tief, 37 km lang und 8 km breit; Wasserhöchsttemperatur (August): 12°C. Für die Trinkwasserversorgung von Teilen Mittelschottlands, Edinburghs und Glasgows werden dem Loch Lomond täglich 4500 Millionen Liter Wasser entzogen, das finde ich persönlich schon ganz schön gewaltig viel, aber zurück zur Schifffahrt:

Am Südwestlichen Ufer sahen wir das „Cameron House“, stammt aus dem 18. Jahrhundert und hat unter anderem schon Pavarotti, Cher, Michael Jackson, Arnold Schwarzenegger, Clint Easwood und Sean Connery beherbergt. Weiters konnten wir noch einen Blick auf das unerreichte Ziel Ben Lomond und die größte Insel des Lochs, Inchmurrin, werfen. Bei der Rückfahrt am Ostufer passierten wir auch Balloch Castle, das wir später auch noch aus der Nähe betrachteten.

Ich wollte HP dann noch neu einkleiden, ich finde so einen Kilt ja wirklich sexy und wenn man schon Tourist ist sollte man sich auch die örtliche Tracht zulegen, damit man so daherkommt wie ein Piefke am Altausseer See . Aber HP wollte das nicht und hat sich mit Händen und Füßen gewehrt, versteh ich nicht.  

Als Abschluss unseres Schottlandtrips hat HP mich dann noch zu original Fish & Chips mit Essig eingeladen. Gegessen wurde diese britische Spezialität natürlich auf der Parkbank aus dem Papier, das ist hier so üblich und es hat auch wirklich gut geschmeckt.

 

Also ich muss wirklich sagen, Schottland hat mir (und ich glaube auch HP) trotz des Regens sehr gut gefallen. Vor allem die Landschaft und die Leute, die hier zwar kaum zu verstehen , aber sehr nett sind.
6.11.06 23:54


Newcastle United FC vs. Portsmouth

We join the Toon Army! 

Unsere irischen Freunde habe ich gut zum Flughafen gebracht und gleichzeitig den nächsten (lang und sehnlichst erwarteten) Besuch abgeholt: nämlich meinen Freund Hans-Peter.
Da HP ein großer Fußballfan ist und wir hier ja im Heimatland des Fußballs sind, sahen wir uns gleich am Mittwoch das Spiel der 3. Runde im Carling Cup an. Wenn ich sage: „Es hat in Strömen geregnet.“ dann ist das hoffnungslos untertrieben. Am Weg zum St. James Stadion (ca. 25 min) konnten wir uns unterm Regenschirm noch so halbwegs trocken halten. Im Stadion selber waren wir in der fünften Reihe zwar unter Dach, aber ab und zu hat uns durch den Wind doch ein bisschen Regen erwischt. Zum Zuschauen fand ich das Wetter aber ganz lustig, weil der Platz wirklich komplett unter Wasser stand und der Regen keine Minute lang nachgelassen hat. Amüsant fand ich auch den Linienrichter, der sich durch das ständige auf- und ablaufen am Spielfeldrand schon ein kleines Graberl gebaut hatte, durch den starken Regen füllte sich dieses schnell mit Wasser und es entstand ein ziemlich grausliger Gatsch. Trotzdem blieb der brave Mann schön in der Spur und ging keinen Schritt zurück, solche Männer braucht die Nation!
Ein paar Worte zum Spielverlauf: Nach einer Schwalbe von Portsmouth’s No 14 konnte sich die Menge nicht mehr zurückhalten: der Spieler wurde von nun an immer aufs Schlimmste beschimpft wenn er auch nur in die Nähe des Balls kam.  Für mich war er dann nur mehr das „Whiny Girl“ und das schrie ich auch in voller Lautstärke in Richtung Spielfeld.  HP hat sich nur noch so gewundert, wie ich mich in ein Fußballspiel hineinsteigern kann, zuhause schlafe ich nämlich meistens schon vor der Halbzeit vorm Fernseher ein.

Portsmouth war bei dieser Partie der klare Favorit, trotzdem hielt NC United sich in der ersten Halbzeit recht gut. Bis zur Pause gab es leider keine Treffer, in der Zweiten ging es dann aber Schlag auf Schlag: Schließlich haben WIR 3:0 gewonnen  und das lag bestimmt auch an der steirischen Unterstützung. Der letzte Treffer fiel ca. in der 85. Minute, das wirkte aber für die meisten Zuseher als Aufforderung zum Gehen.

Darum verließen HP und ich auch das Stadion vor dem Ende der regulären Spielzeit. Wegen des anhaltenden starken Regens beschlossen wir, mit der Metro heimzufahren. Wir waren aber logischerweise nicht die einzigen, die auf diese Idee kamen. Aber die Metrobetreiber waren gut vorbereitet: neben Ticket-Kontrolleuren gab es auch eigene „Stopfer“, die dafür sorgten, dass der Zug auch gut gefüllt wurde. Ich kannte das bisher nur aus Japan, aber bei einer derartigen Spitzenbelastung kann diese Methode schon wirksam sein, obwohl man erwähnen muss, dass die Briten selbst in solchen Situationen nie ihre Höflichkeit verlieren.
En résumé: Ein spannendes Spiel mit viel Regen und völlig neue Seiten an der Dorli. Und: De homma zlegt!
5.11.06 13:05


Irish invasion!

Hilfe – Die Ir(r)en kommen!
 

Deutsch:

Ich entschuldige mich gleich einmal, dass ich beim Blogschreiben in letzter Zeit so nachlässig war. In letzter Zeit war einfach viel los, deswegen gibt es in den nächsten Tagen noch einen oder zwei Einträge, aber jetzt mal dieser.

Da Andi und Marcel schon des Öfteren von der Clubszene in Newcastle geschwärmt hatten und in Sligo nicht wirklich die Hölle los ist, haben Jeremias und Manuel kurzerhand beschlossen mal für ein paar Tage vorbeizuschauen.
Gleich am ersten Tag (Samstag) sind wir schon vormittags mit Marcels Mitbewohnern zum Paintball gefahren. Ich habe aus sicherer Entfernung fotografiert während die anderen Krieg gespielt haben.  Die Rolle der Kriegsberichterstatterin  steht mir glaube ich ganz gut. Vielleicht sollte ich doch Journalismus studieren?
Ablauf/Regeln:
Zuerst wurden die Soldaten neu eingekleidet (sehr modische graue Overalls – erinnerten an einen gewissen grünen Overall einer gewissen Vortragenden aus einem gewissen vergangenen Semester) und mit Munitionsgürtel und Farbkugerln ausgestattet. Dann wurden sechs Teams gebildet, wobei immer zwei Teams gegeneinander in die Schlacht zogen. Es gab verschiedene Schlachtfelder, auf jedem wurden zwei zehnminütige Schlachten geschlagen. Getroffene Soldaten mussten das Feld räumen, Kopfschüsse  sollten vermieden werden und zählten nicht als Treffer. Ferner gab es noch ein Punktesystem, das ich hier aber nicht erkläre, weil ich es mir gar nicht angesehen habe, aber unsere Burschen haben sowieso gewonnen, also ist das System wurscht.
Das Zusehen allein macht schon Spaß, vor allem wenn man Leute wie Jeremias (!) sagen hört: „I wü jetzt endlich a Woffn hobn!“ und wenn der Boden vom Regen aufgeweicht ist, sodass schlussendlich alle in Farbe und Dreck paniert sind, wirklich schön anzusehen. Ein Opfer haben wir leider auch zu beklagen: Andis Hose (unter dem Overal) wurde leider arg in Mitleidenschaft gezogen. Der Riss reicht vom Schritt bis runter zum Knie.  Aber Hauptsache, die Briten wurden geschlagen, jeder Krieg fordert nunmal seine Opfer – Fotos und Videos gibt’s demnächst.

Am Sonntag sind wir ein bisschen ans Meer gefahren, Montag ein bisschen Sightseeing in Newcastle, man will ja auch was für die Allgemeinbildung machen.

Die Abende  waren dann natürlich den Clubs und den kurzröckigen Mädels gewidmet, denn deswegen waren unsere Besucher ja in erster Linie hier. Details spar ich mir, weil ich 1. nur einmal dabei war und 2. nicht alles verraten darf.

Dienstagabend sind die beiden aber auch schon wieder abgereist, da bleibt mir nur noch zu sagen: Vielen Dank für den lieben Besuch, es hat uns sehr gefreut!

English:

Because Andy and Marcel often told about their experiences in the NC club szene, our colleagues Jeremias and Manuel who spend an Erasmus semester in Sligo, Ireland, decided to stop by for a visit.

On the first day (Saturday) I picked them up from the airport and we drove to the north of Newcastle for playing Paintball. I stayed in save distance to take some photographs while the boys were playing war.  I think that the role of the war correspondent really fits me very well, maybe I should study journalism.

Now I think I should explain you the procedure and the basic rules:

First of all the players get new cloths: some really odd grey overalls and a belt for the ammo.

All in all there were six teams and always two teams had a battle against each other. There also were different battle fields where two ten-minute-battles were fought. Soldiers who were struck had to leave the field except if it was a headshot , they did not count.

To acquire a winner team there was a point system but I didn’t quiet get this one and it is not important anyway because our boys won.

Just watching them was quiet fun, especially when Jeremias (who is a pacifist by heart) said: “I want to have a riffle, and I want it now!”  The soil was completely muddy because of the rain and soon all the soldiers looked like pigs who wallowed in dirt and paint. And there was also a victim in the Austrian team: Andy's jeans was torn, but things like this happen in war.  Really a great sight, you should have a look at the photos.

On Sunday we went to Tynemouth, Monday we made a sightseeing tour in NC.

The evenings were reserved for the clubs  and girls in their short skirts because they were the main purpose of this visit. But I won’t tell any more because I just was with them one time and not everything should be mentioned here…

Tuesday in the evening they left us again, so I want to say: Thank you a million times http://unix.lt/thankyou.swf for your visit, it was a great time.

2.11.06 11:28


York

Old York, Old York

If I can make it there, I’ll make it anywhere
Its up to you - Old York, Old York

Deutsch – scroll down for English entry!

Studentenvereinigungen gibt es in Newcastle ja einige. „I Soc“ zum Beispiel organisiert regelmäßig Ausflugsfahrten zu verschiedenen sehenswerten Destinationen in der Nähe von Newcastle. Unsere liebe Kollegin Carola aus der Bundesrepublik hat uns darauf aufmerksam gemacht. Vielen Dank!  Ein Tagesausflug nach York war das erste Angebot dieses Jahres und da haben wir uns natürlich gleich angeschlossen.
Sogar Marcel hatte es geschafft ganz pünktlich um halb 8 vor unserer Tür zu stehen. Denn schließlich fuhr der Bus schon um 8 Uhr (unchristliche Zeit, aber meine Meinung zählt ja nicht) ab und bei gewissen Menschen muss man zur Sicherheit ein kleines Zeitpolster einplanen…
Da die Busfahrt ganze zwei Stunden dauern sollte konnten wir unser leichtes Schlafdefizit wieder so halbwegs ausgleichen  um in alter Frische York zu erkunden. York Minster ist das wohl bekannteste Wahrzeichen der Stadt. Es handelt sich dabei um eine riesige gotische Kathedrale, wirklich wunderschön, aber ₤ 7.50 Eintritt fanden wir dann doch ein bisschen viel, vor allem deswegen, weil diese Stadt noch soviel anderes bietet. Wer mag kann ja auf http://de.wikipedia.org/wiki/York für weitere Informationen nachschauen, da erfährt man dann so spannende Dinge wie etwa, dass „York“ von den Wikingern benannt wurde und übersetzt soviel wie „Pferdebucht“ heißt. Aha.
Schon allein die schmalen Gassen vermitteln das mittelalterliche Flair, das für York typisch ist. Schon nach geschätzten zehn Minuten konnten verschwanden Andi und Marcel in einem Schwertwaffengeschäft (Andi – bevor du dich aufregst – das ist mein eigener Fachausdruck und mir ist egal ob sich das blöd anhört!). Da gab’s verschiedenes Mordwerkzeug, historisches und aus Filmen nachgemachtes (z.B. Herr der Ringe, Braveheart....) und Rüstungen und was sonst noch zu einer Schlacht dazugehört.

Wir sind dann quer durch die Stadt, runter an den Fluss Ouse, auch sehr schön. Ein Tipp an alle zukünftigen Erasmen: Niemals nicht als Nichtraucher mit einem Raucher unterwegs sein! Mit Andi kann man nicht mal in ein Café gehen, der muss immer zuerst durch die Fenster spechteln, ob da auch Aschenbecher auf den Tischen sind. Sind aber nirgends, ha! – Mein nächster Urlaub wird wohl in Frankreich sein: Pas de fumer svp!

Ein absolutes Highlight des Tages war dann das Railway Museum (freier Eintritt!). Ich glaube, da waren wir fast zwei Stunden drinnen. Das Museum ist riesig, da gibt’s von alten Zügen (natürlich!), historischen Hintergrund, Filmen, Modelanimationen und für Kinder lehrreiche Aktivitäten alles rund ums Thema Züge. Hr. Frantz und Philipp hätten dabei sein sollen, die hätten wahrscheinlich den Souvenir-Shop leer gekauft.

Danach mussten wir uns auch schon wieder in Richtung Busparkplatz aufmachen. Doch ein bisschen Zeit hatten wir noch, so beschlossen wir, noch eine kleine Rundfahrt mit dem Fiaker zu machen (da gibt’s nur einen, drum stinkt’s auch nicht so wie in Wien). Das Pferd war nicht dumm, wusste es doch genau, dass es sich bei einer roten Ampel in 30m Entfernung ruhig Zeit lassen konnte. Der Kutscher hat uns dann noch einige interessante Details zur Geschichte der Stadt erzählt, zum Beispiel das Englands berühmtester Terrorist Guy Fawkes hier geboren, getauft und im Gefängnis war. Ihm blühte dann aber ein nicht so schönes Schicksal: Hinrichtung durch Hängen, Ausweiden und Vierteln.  Guy schaffte es aber, während der Hinrichtung Selbstmord zu begehen. Für weitere Infos noch einmal: http://de.wikipedia.org/wiki/Guy_Fawkes
Um Punkt 4 Uhr fuhr unser Bus auch schon wieder ab in Richtung Newcastle.
Fazit des Tages: Sehr schöne, absolut sehenswerte Stadt!
English

There are several associations for students in Newcastle. “I Soc” for example organises trips to various destinations around NC. Our nice German colleague Carolina Foik told us about this. Thanks indeed! A day trip to York was the first offer for this semester and so we decided to join.

Even Marcel made it to arrive on time as the coaches left NC at 8 o’clock (which is much too early but nobody would ever ask ME).

As the journey took us two hours we could catch a little bit of sleep  to come to the city in a fresh mood.

York Minster is the most famous sight of the city. It is a huge Gothic cathedral which is really beautiful but the entry is far too expensive.

The alleways gave us the middle-age flair for which York is well-known.  After ten minutes Andy and Marcel suddenly disappeared in one of its shops, a sword-weapon-store. Here you could buy various murderer-tools (historic or copies from films like Lord of the Rings or Braveheart) and armours and everything else you need for a really good battle.

We then went through the city down to the river Ouse, also very nice. Then we wanted to enjoy a coffee in one of the nice cafés in the city but this is difficult for Andy because smoking is not allowed in most restaurants and cafés.  I’m gonna go to France the next time!

A real highlight of the day was the railway museum not only because of the free entrance. I think we almost spent two hours in this huge museum, watching all the old trains and wagons and the historical information, films and animations and the kid’s corner where children can learn basic things about trains. Mr Frantz and Philipp should have been there, I guess they would have bought almost everything from the souvenir shop.

As there was a little time left we decided to make a small round trip with a hors-drawn carriage with a very intelligent horse which knows the traffic lights. The coachman gave us some additional historic information about York e.g. that it was the place of birth of England’s best-known terrorist Guy Fawkes. Who – and this is the most interesting thing in his CV – committed suicide during his execution. I wonder how he did this.

At 4 o’clock the coaches went back to Newcastle.

Conclusion: A very beautiful city that everybody should have seen at least once in a lifetime!

19.10.06 00:25


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