ISW04 in Newcastle

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Die ersten Tage

The early days

Deutsch - scroll down for English entry!

Am 16.09.2006 startete nach langwierigen Vorbereitungen das Projekt "ISW04 in Newcastle"
Andreas, Marcel und ich (Doris) trafen uns planmäßig um 17:00 Uhr am Flughafen in Salzburg. Nach langen, tränenreichen Abschiedsszenen starteten wir mit Flug FR7232 nach Dublin.
Dort machten wir uns sofort auf, die Stadt - die ja unter anderem für ihr Nachtleben bekannt ist - zu erkunden. Bald fanden wir was wir suchten.

Früh am nächsten Morgen ging es auch schon wieder weiter, an unser eigentliches Ziel: Newcastle upon Tyne.
Am Flughafen wurden wir schon vom freudlichen Meet-and-Greet-Team der Uni empfangen.
Nach einigen Turbolenzen (Ich war kurzzeitig obdachlos und spielte bereits mit dem Gedanken, eine Tankstelle zu überfallen. ) konnten wir endlich unsere Accommodations beziehen und das machen, was wir schon lange vorhatten.

Am Montag kam dann ein ganzer Haufen Bürokratie (Einschreiben, ID, Foto machen, ...) auf uns zu. Später wurde ich dann noch auf die ungeheuer gute Allgemeinbildung der Studentinnen aufmerksam   ("Austria, are there polarbears?"; "Austria? Is this in Poland?); hier gilt: mit der Kürze der Röcke sinkt meistens auch der IQ.

Dienstag wurde mal kräftig eingekauft, man will hier ja nicht verhungern. Das britische Angebot an Lebensmitteln ist ziemlich gewöhnungsbedürftig. Doch sucht man abseits der  zahlreichen Fertigprodukte, die wirklich ALLE gaga sind , hat man ziemlich gute Chancen hier zu überleben.
Nachmittags(!!) bekamen wir schon einen kleinen Vorgeschmack auf die Partyszene in NC. Ein ganzer Haufen leicht bekleideter Mädels machten vor allem die beiden Burschen neugierig auf das nächtliche NC. Abends waren wir auf eine der zahlreichen Veranstaltungen der "Students' Union" dabei. Es gab zwei mittelmäßige Livebands und genügend zu trinken doch meine beiden Kollegen wurden bitter enttäuscht: kaum kurze Röcke.

Heute, Mittwoch, mussten wir noch mal zur Uni um die Kurse auszuwählen. Die Leute hier, vor allem Ian Murdoch und Allan Jones, sind wirklich sehr hilfsbereit und bemühen sich sehr, damit wir die Kurse bekommen, die uns interessieren und die uns zuhause angerechnet werden können. Schließlich sind wir ja zum Studieren hier, alles andere ist primär. Den Abend verbrachten wir beim geselligen Zusammensitzen in Andis Wohnung . Doch die Stimmung wurde je getrübt als die beiden Burschen nach langen Diskussionen, warum der Vodka hier nur so wässrig sei, herausfanden, dass sie statt Vodka eine 700ml Flasche Alkopop gekauft hatten. Empört wurde das Zeug vernichtet und sie gingen von dannen. Ob sie jemals wieder gesichtet wurden, davon wird das nächst Mal erzählt…


English


On 16/09/2006 the Project "ISW04 in Newcastle" started after tedious preparations.
Andreas, Marcel and I (Doris) met at Salzburg Airport at 5:00 pm as arranged. After saying good-by to those who were left behind we started with Flight FR7232 to Dublin.
There we immediately explored the city which is well-known for its vital nightlife. Soon we found what we had been looking for.

Early the next morning we went on to our actual aim: Newcastle upon Tyne. At the airport we were welcomed from the University’s friendly meet-and-greet-team
We had no difficulties with our halls of residence because of the outrageous organisation of the university accommodation centre. Hooray-shooting for them. Then we were glad to finally go to bed.

On Monday we had to do some organisational stuff like enrolments, catching our student IDs and making a photo. Later I found out that the English girls up here are not only good looking but also very well-educated.   It’s really impressing what people here know about our little Austria.

Tuesday was our first real shopping day. We went to Morrisons were we found out that British people are really blessed with a huge range of delicious convenient food and we are looking forward to trying ALL products – one after the other.
In the afternoon we got a first impression to the partying scene in NC. Some nice girls made the guys curious of what NC would offer at night.
In the evening we went to one of the many events that the “Student’s Union” had arranged. There were two great bands playing live-music and plenty to drink. The boys were happy to see so many pretty girls.

Today we went to Northumbria University once more to arrange our timetable. People here, especially Ian Murdoch and Allan Jones, are really helpful and try to get us the courses we are interested in. After all we are here for studying, that’s our priority.
We spent the early evening sitting together in Andy’s flat . But suddenly the boys were angry. Something had happened to the Vodka. They mixed it with cola but they couldn’t find any taste of alcohol in this mixture. After a while they realised that they had bought a bottle of Smirnoff Ice instead of pure Vodka. They drank it in a very angry mood before they suddenly disappeared in the night. And they ward never seen again...
 

21.9.06 13:26


Clubs 'n' Pubs

Clubs 'n' Pubs

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Gott sei Dank sind alle Beteiligten wieder aufgetaucht , auch wenn die „morgentliche“ Kontaktaufnahme am Donnerstag etwas später erfolgte.

Die beiden Burschen waren mittwochs noch etwas länger unterwegs in einem Nightclub (das ist nur bei uns ein Puff, in England ist damit einfach eine Diskothek gemeint) der sich „Blu Bambo“ nennt und ziemlich gut sein soll. Leider muss man sich dafür ca. 1 Std. anstellen , aber das kann ja auch ganz lustig sein. Da stehen Schotten im Kilt und Engländer mit Gipshand und 2 österreichische Erasmusstudenten und alle wollen in denselben Club. So eine Erfahrung kann ganze Völker verbinden. Was dann drinnen los war wollten sie mir nicht erzählen – Zitat: „Ois brauchs’d nit ins Internet einischreib’n!“ – aber es war wohl auf jeden Fall ziemlich lustig und man kann sich dort gut amüsieren. Ich werde da sicher auch bald hinschauen...

Ich bin ja brav zuhause geblieben und habe noch ein bisschen mit Lee, einem meiner Mitbewohner geplaudert. Er wohnt etwas südlicher von hier und deswegen versteht man ihn recht gut, denn der nordenglische Dialekt ist ungefähr mit Vorarlbergerisch zu vergleichen, den verstehen die Briten teilweise selber nicht.

Donnerstag war dann wieder Vorratsbeschaffung angesagt. Mittlerweile haben wir schon herausgefunden, dass die Eier ekelhaft sind , Milch nur etwas eigenartig schmeckt und Ovomaltine hier nur zum Anrühren mit Wasser (Milchpulver ist drinnen) erhältlich ist. Aber mit viel frischem Gemüse und Obst kommt man schon durch; wenn man’s dann zuhause abwäscht schmeckt es zwar nach Chlor, aber daran gewöhnt man sich schnell. Was beim Einkaufen noch zu erwähnen ist sind die horrenden Preise. Was bei uns € 1 kostet bekommt man hier nicht unter ₤ 1 und man kann rechnen, das man für € 1 nur ca. 65p bekommt. – Für alle die bei dieser kleinen Rechenübung schon ausgestiegen sind – ich will nur sagen, dass hier alles verdammt teuer ist!

Am frühen Abend war dann wieder ein kleines Zusammentreffen bei Andi im zweiten Stock. Er hat eigentlich fast nur eigenartige Mitbewohner: einer – wir nennen ihn „es“ – geht immer nur barfuß herum, grüßt nicht und schaut immer nur auf den Boden vor sich. Der andere ist eigentlich ganz witzig, ein dunklerer wie Andi sagt, er wollte unbedingt in der Wohnung Bier brauen um Geld zu sparen. Wir konnten ihn davon überzeugen, dass das wohl ein bisschen zuviel stinken würde; er überlegt jetzt, ob er es nicht im Kofferraum von seinem Auto machen will. Falls daraus was wird berichte ich bestimmt.
Später sind wir dann in die Stadt und haben meine Mitbewohner Lee und Luke und zwei aus meiner Nachbar-WG, Kate und Miles, getroffen. Nach dem ersten Guinness haben sich die Wege abermals getrennt, da Marcel unbedingt ins „Digital“ wollte. Das ist auch so ein Club von dem er einmal gehört hat und von dem er schon die ganze Woche redet. Ich bin ja nicht so der Clubtyp und bin deshalb mit meinen Briten noch in ein anderes Pub („Gotham Town“ – hat nix mit der Gothic-Szene zu tun, ist sehr gemütlich) auf ein weiteres Guinness. Das letzte für diesen Abend, denn die kleine Dorli ist ja nix gewohnt, da ist die Vorglüherei nicht so gut. Die anderen wollten dann aber eh auch schon heim und das war gut so, sonst würde ich wahrscheinlich noch immer in der Stadt herumirren weil ich als Landei in der großen Stadt völlig orientierungslos bin, vor allem mit einem leichten Spitz.

Heute war dann erwartungsgemäß nix zum Anfangen mit mir, aber die Jungs waren eh auch nicht wirklich produktiv. Die sind jetzt schon wieder unterwegs und werden wohl so schnell nicht wieder kommen.

Morgen wird dann einmal der Rest der Stadt erkundet (Sehenswürdigkeiten, Öffis, usw.) damit ich das nächste Mal auch allein heimfinde.

English

Thank to God everybody came back again even though the coming together was a little later than usual on Thursday.

The two boys were out a little bit longer on Wednesday. They went to a Nightclub called “Blu Bambo” which was quite nice. Unfortunately they had to queue up for an hour but this can also be entertaining if you do it in the right way. You can meet people from Scotland wearing Kilts or an English guy with his hand in plaster and two Erasmus-students from Austria – and all of them want to get inside of the same club. Such an experience can be unifying for whole peoples. But they wouldn’t tell me what was going on inside. Quote: “There’s no need to put everything in the net!” – It must’ve been quite fun. I guess I’m gonna drop in there some time.

I was staying at home and had a nice talk to my flatmate Lee who lives more southwards in England that’s why I’m able to understand what he’s saying. Cause this north English dialect is sometimes making me crazy but I was glad to hear that also the Brits themselves have problems with it.

On Thursday we went out again to buy some groceries. Now we’ve already found out a little more about British cuisine and where to get the best instant-noodles. What we like most is that slight touch of chlorine in the water.
But life is rather expensive up here. You pay the same amount of money in ₤ as you would pay at home in €. So it’s damn expensive.

We spent the early evening with a familiar get-together in Andy’s flat on the second floor (or the “tooth floor” as some would rather call it). Andy is blessed with some nice flatmates. One always goes round with bare feet, cooking some strange things and never greeting us. The other one is quite funny; he wanted to brew beer in the flat to save money. Fortunately we could convince him that this would stink much too much. So he decided to do it in the boot of his car. Of course I will write ‘bout that later.
Later we went to the city and met Lee and Luke (my flatmates) and Kate and Miles (neighbour flat). After the first Guinness we separated again because Marcel was really keen on getting to the „Digital“. This is also a very fancy club he heard about and had been speaking of all week. I’m not that much about clubs I prefer pubs. That’s why I went to another pub with my Brit-buddies for having another Guinness. Should have been the last one for that night because little Dorli is not used to drinking anymore. I was glad the others were also ready to go home. If they hadn’t shown me the way I guess I would still be somewhere in the city, wandering around and being completely lost and bushed. That can happen when people who used to live in rural areas dare to come to the big town especially when feeling a bit of tipsiness.

As a matter of fact today I didn’t do very much expect recovering. But also the lads hadn’t got up before noon. They are already out again tonight and won’t return too early.

Tomorrow I want to look out for interesting places (sights, monuments, public transports &hellip to find my way through the city the next time.

23.9.06 16:03


LOST

LOST!

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Zuerst verlor Marcel seinen Schlüssel – das wird teuer: Zylinder austauschen, neue Schlüssel für alle Mitbewohner. Am nächsten Tag verlor ich die beiden beim Fortgehen und blieb mit Andis deutschen Mitbewohner und dessen Freund übrig. Beim Heimgehen verlor ich dann auch noch einen der Deutschen (was ja nicht wirklich schlimm war). In der Zwischenzeit verloren sich aber auch Andi und Marcel. Und ich verliere in dieser Stadt, sowieso ständig die Orientierung, weil sich alle Häuser gleichen, wie ein Backstein dem anderen.

Am Sonntag waren wir dann bei Marcel zum DVD schauen. Vorher kehrten wir noch bei Morrisons ein, für Alkohol und Chips, damit’s auch wirklich ein gemütlicher Fernsehnachmittag werden kann. Marcel hat uns dann auch noch bekocht mit Nudeln und Soße. (Merke: wenn in England auf einer Soße „hot & spicy“ draufsteht, dann ist das Zeug auch wirklich scharf!) Obwohl ich danach meine Zunge und die Lippen für zwei Stunden nicht mehr richtig gespürt habe, war es wirklich lecker. Die Enttäuschung kam dann beim Chipsessen: Wir hatten einen Packerl mit verschiedenen Geschmacksrichtungen gekauft. Die Briten sind ja wirklich ziemlich ekelhaft: „Krabbencocktail“ und „Essig“ sind keine geeigneten Chipssorten.   Das würde bei uns nicht mal ins Schweinefutter kommen, da hätte man wohl sofort „4 Pfoten“ am Hals.

Montag begann dann die erste Vorlesung : „Water Management“. Bis ich den Raum gefunden hatte, hab ich wieder Mal die Orientierung verloren. Und dass, obwohl der Hörsaal im gleichen Gebäude war, halt in einem anderen Block. Die Burschen haben – dank meinen verspäteten Anweisungen – dann gleich hingefunden. Die Vortragende war eigentlich nicht so schwer zu verstehen, redet Gott sei Dank keinen Nordengland-Slang. Danach noch „Environmental Assessment Strategies“. Auch ganz interessant. Später dann mehr von den Vorlesungen, ist ja nicht wirklich das Spannendste hier.

English

First of all Marcel lost his keys – that’s gonna be quiet expensive because they have replace the bolt and all his flatmates have to get a new key. The next day I lost the two of them in a club und remained with Andy’s flatmate from Germany and his friend. At our way we I also lost one Fritz. In the meantime also Andy and Marcel lost each other. Anyway I keep on loosing my way in this city where the houses are very beautiful but unfortunately all look the same. 

On Sunday we met at Marcel’s place to watch a film. Before we went to Morrisons to buy some alcohol and crisps for having a cosy afternoon. Marcel cooked some pasta with hot an spicy sauce for us. I couldn’t feel my tongue and lips for a while but it was really delicious.   While eating our crisps we decided that crisps with “prawn cocktail” and “salt & vinegar” flavour should also be launched in Austria.    

On Monday our first modules   “Water Management” and “Environmental Assessment Strategies” started. It took me a while to find the right rooms because again I got lost. These university-buildings are simply too huge for a little girl like me. As writing about lectures is not the most interesting thing   I will tell you about this another day.

26.9.06 21:35


Flat meeting

Flat meeting!

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Wenn man sein Geschirr nicht mehr abwaschen kann, weil alles mit altem Geschirr voll ist, wenn man morgens auf die Überreste der nächtlichen Übelkeit eines Mitbewohners trifft, wenn im Kühlschrank kein Platz ist, weil alle anderen so viel Zeug drinnen haben und wenn morgens um halb 6 irgendwelche betrunkenen Nachbarn Sturm läuten um ihre Mitbewohner aus unserer Wohnung zu holen, dann ist es höchste Zeit für eine WG-Sitzung.

Montagabend war es auch in Wohnung 58 soweit. Lauren, Sarah, Kay, Tom, Luke, Lee und ich mussten der Wahrheit ins Auge sehen: So geht es nicht weiter! Unter Laurens Führung konnten wir bei den meisten Tagesordnungspunkten Einigung erzielen. Jetzt hat jeder sowohl ein eigenes Fach im Kühlschrank und im Gefrierschrank, als auch ein eigenes Abteil in der Küche. Der Mikrowellenherd wird jeden Tag von jemand anderen geputzt, da wir zu siebent sind war das nicht so schwer und das Prinzip „jeder putzt seinen Dreck selber weg“ soll auch wieder mehr beherzigt werden. Lebensnotwendige Dinge wie Klopapier und Putzmittel werden in Zukunft gemeinsam eingekauft und: niemand macht sich über das Essen anderer lustig. (Darauf besteht der – und ich will jetzt nicht Lukes Namen nennen – der gefrorenes Toastbrot isst.)

Eine persönliche Niederlage musste ich bei der Aufteilung der sanitären Anlagen einstecken. Die Jungs haben die viel schönere und größere Dusche mit dem Fenster bekommen, während wir armen Mädels uns in der engen finsteren Dusche hübsch machen müssen. Das ist nicht fair! Aber meine Kolleginnen sind in dieser Hinsicht keine Kämpferinnen , die finden sich einfach damit ab. Zumindest hat Kay schon ein wunderschönes Plakat für unsere Mädchendusche gemalt, das macht das ganze ja schon viel besser, leider hat es noch niemand an die Tür geklebt. Aber auf dem Klo haben wir schon ein Türschild, das, von künstlerischer Sicht, kaum zu übertreffen ist. Da macht es sogar Spaß aufs Klo zu gehen, wenn man Durchfall hat.  Bilder davon gibt's in Kürze!

English

When you can’t wash up because the sink is full with dishes, when you get up in the morning and the first thing you see is another one’s sick, when there is no space in the fridge for your food and when some ranting lads ring the doorbell at half past 5 am because they’re looking for their flatmate, then it is time for a flat meeting.
At Monday in the evening the occupiers of flat 58 got together in the kitchen. Lauren, Sarah, Kay, Tom, Luke, Lee and I had to face the truth: It could not go on like this. Under Lauren’s leadership we could agree to most agenda items. Now everybody has his own shelf in the fridge as well as in the freezer and his own cupboard. As we are seven people and there are seven days of the week everybody is responsible for the microwave oven for one day and everybody should try to clean up the dirtiness he caused himself. Necessary things like toilet paper and cleaning agent will be bought together in future. And the most important thing: Nobody makes fun of another one’s food. (Demanded from the one – and I would never mention Luke’s name – who eats frozen bread.)

I had to accept a defeat which was not easily to bear for me: The boys got the bigger and brighter shower with the window while the poor girls have to bedizen in the narrow and dark shower. But the girls simply won't fight for their rights.  At least Kay bothered to paint a beautiful poster for our girls shower. It’s a disgrace that nobody managed to affix it on the door. We already have doorplates on the bathroom doors. They are impressing pieces of art and I really enjoy going to the toilet since we have them.

 

 

 


 

27.9.06 01:27


Maid on the Shore

Maid on the Shore

There was a young maiden, who lived all alone
Lived all alone on the shore.
And all she could find for to ease her sad mind
Was to wander alone on the shore the shore
Was to wander alone on the shore

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Nachdem meine beiden Rekruten am Dienstagmorgen noch nicht zur Tagwache bereit waren  und meine Vorlesung erst um 1500 begann, beschloss ich, die Gegend alleine zu erkunden.
Mit der Metro fuhr ich nach Tynemouth, eine kleine Vorstadt von Newcastle, direkt an der Küste. Dieses malerische Städtchen ist das Gegenstück zur City. Hier gibt es größere Reihenhäuser mit sehr gepflegten Vorgärten und ganz viel Grün. (Das hab ich hier schon sehr vermiss!) Auch die öffentlichen Plätze sind viel gepflegter, altmodischer und mit vielen Blumen geschmückt. Nach ca. 10 Minuten Fußmarsch erreichte ich die Küste. Der Blick aufs Meer war wirklich überwältigend.

 
Davor liegt Tynemouth Priory, ein altes Schloss, dessen Geschichte bis ins 7. Jahrhundert zurückreicht und ursprünglich ein Kloster war. Außerdem wurden einige Könige von Northumbria hier bestattet, das Kloster wurde aber von dänischen Angreifern zerstört und erst im 13. Jahrhundert wurde an derselben Stelle Tynemouth Priory errichtet.  So, genug historische Fakten, schön ist es dort auf jeden Fall.
 King Edward’s Bay lockt mit seinem wunderschönen Sandstrand. Da kann man nicht anders als Schuhe und Socken ausziehen und rein in den Matsch! Das Wasser ist zwar schon ziemlich saukalt, aber da muss man durch, wenn schon Tourist, dann richtig. Mit den sandigen Füßen wieder in die Socken hineinzuschlüpfen kostet zwar Überwindung, mit der Zeit gewöhnt man sich aber an die feinen Körnchen zwischen den Zehen und jetzt, drei Tage später, kann ich mir das gar nicht mehr anders vorstellen.
Wenn man schon in England ist muss man natürlich auch Fish & Chips ausprobieren. Ich wurde zwar mehrmals gewarnt, dass das eine der ekelhaftesten kulinarischen Grausamkeiten des Inselvolkes sei, aber davon zeigte ich mich unbeeindruckt und riskierte es trotzdem. Einen klassischen Fischverkäufer mit Zeitungspapier-Geschirr fand ich nicht, deshalb kehrte ich in ein kleines Pub, „Turks Head“, ein. Das ist ein klassisches englisches Pub mit Tagesbetrieb. Sehr altmodische, aber extrem gemütliche Einrichtung. Essen zum Mitnehmen gab’s da auch nicht, also beschloss ich, dort zu essen. Nachdem ein alter Mann die Zeitung ausgelesen hatte und ging war ich der einzige Gast, trotzdem dauerte es ewig bis ich etwas zu essen bekam. Doch das Warten hat sich definitiv ausgezahlt: Ich hatte ein paar letscherte Pommes mit essiggetränkten Fischstäbchen erwartet, doch stattdessen bekam ich ein riesiges Fischfilet im Backteig mit Kartoffelkeilen, frischen Erbsen (nicht gatschig gekocht wie das hier der Brauch ist, sondern genau richtig) und sogar einer Zitronenscheibe. Dazu gab es Essig, Ketchup und Sauce Tartar. Das war das beste Essen, das ich auf dieser Insel je gegessen habe. Beschämt nehme ich alles zurück, was ich je über die britische Esskultur gesagt oder geschrieben habe.
Doch leider machte ich in diesem Pub auch eine sehr, sehr traurige Entdeckung:
 Wandering Willie. Willie war ein Hirtenhund, der beim Schaftreiben bei North Shields seinen Herrn verlor, das war 1873. Der treue Hund wartete an der Stelle sieben Jahre lang bevor er schließlich starb. (Detaillierte Geschichte gibt’s bei den Fotos) Das ist so traurig. Den damaligen Besitzer des „Turks Head“ hat die Geschichte so sehr berührt, dass er den lieben Willie ausstopfen ließ. Seitdem schaut er im Lokal aus einer Glasvitrine.
An dieser Stelle möchte ich mein Hündchen Lara zuhause in Vorberg grüßen, aber wahrscheinlich ist ihr nicht einmal aufgefallen, dass ich nicht da bin; naja, ist ja erst eine gute Woche her.
Ich musste das schöne Städtchen Tynemouth leider viel zu früh wieder verlassen, da ich am Nachmittag eine Vorlesung („Global Environmental Issues) hatte, aber das war sicher nicht der letzte Besuch.

Am Abend war ich in der Nachbarwohnung, dort wurde gepokert, da ging es wirklich heiß her, Maverick ist ein Amateur gegen die Jungs und Mädels aus der 57er Wohnung.

English
As my rookies were not ready for getting up  on Tuesday morning and I didn’t have a lecture before 3 pm, I decided to watch out for interesting locations in this area.
I went to Tynemouth by metro. This little suburb is located on the shore. It’s the complete opposite to the city of Newcastle. Here there are bigger row houses with nice little gardens and lots of trees and lots of greens. (That’s one thing I really miss here.) Also public places are more old-fashioned, neat and arranged with flowers. After a 10 minutes walk I reached the coast. I was overwhelmed by the view.


In front of the sea there is Tynemouth Priory, an old castle. Its roots go back to the 7th century when it was a monastery and a burial place of Northumbrian kings before it was destroyed by Danish raiders. By the end of the 13th century it was rebuilt as Priory.  I think that’s pretty enough of history, I just wanted to mention that it is a great place.
 King Edward’s Bay has a marvellous sandy beach. You just can’t help but you have to slip off your shoes and socks and get into it. The water is rather cold at this time of the year but you won’t mind if you are a real tourist. Putting the socks on again is no fun but you get used to the sand between your toes. Now, three days later, I can’t imagine how to go ‘round without it.
If you are in England you simply have to try Fish & Chips. Even tough people warned me not try it because its one of the worst crimes of the British cuisine I wanted to give it a try. I went into a pub named “Turks Head” which was furnished in a very old-fashioned style but had a cosy atmosphere. I was the only guest but it took quite a long time until I got my Fish & Chips served. But it was definitely worth waiting. What I had expected was a bunch of limp chips with fish fingers in a bath of vinegar. But instead I got a fish filet in batter with potato wedges, some delicious peas and also a piece of a lemon. This was served with vinegar, ketchup and Sauce Tartar. This was the very best meal I ever had on this island.  I honestly feel ashamed for all the ignoble things I said about British people in connection with eating habits and apologize for it.
But sadly I also had a very, very painful experience in this pub.  I got to know Wandering Willie. Willie was a sheepdog who lost his master while driving sheep from the cheviots through North Shields in 1873. Inconsolable, the dog remained on the spot and eventually died in 1880. His body was stuffed by the owners of “Turks Head”. Since that he watches out of a showcase in the pub. (More detailed story along with the photos)
Hereby I want to send greetings to my loved dog Lara at home. I bet she hasn’t even realised that I’m not there anymore.
I had to leave lovely Tynemouth much too early as I had a lecture in the afternoon. But I guess that this surely wasn’t the last time that I had been here.

In the evening I visited the friends from flat 57. They were very busy with playing poker. Maverick is a dabbler compared to them.
27.9.06 03:59





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