ISW04 in Newcastle

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Von Schafen, Hochlandrindern, diesen kleinen weißen Hunden und Kilts

Schottland

 

Should auld acquaintance be forgot

And never brought to mind?

Should auld acquaintance be forgot

And days of auld lang syne?

 

For auld lang syne, my dear

For auld lang syne

We’ll take a cup o’kindness yet

For auld lang syne

 

Am Donnerstag (Nationalfeiertag in der alten Heimat) machten mein Schatz und ich uns auf nach Schottland.  Mit dem Zug fuhren wir von Newcastle Central über Edinburgh und Glasgow nach Balloch. Das ist eine Kleinstadt am Südufer des Loch Lomond, dieses wiederum ist eines der größten Lochs der süd-westlichen Highlands. (Hier kommen auch die Hunde aus der Cäsar-Werbung her: West-Highland-White Terrier.)  

In Balloch wurden wir erst mal mit kräftigen Regen begrüßt , dieser setzte im Laufe des Wochenendes nur selten aus. Als Unterkunft hatten wir das Restil, ein kleines Bed&Breakfast ausgewählt. Die beiden Vermieter waren sehr nett und haben uns jeden Morgen mit einem original Schottischen Frühstück verwöhnt , dieses besteht aus zwei kleinen Würstchen, Speck, gebratenem Kartoffelbrot, einer halben gegrillten Tomate, einem Spiegelei und – natürlich – backed beans. Letzteres habe ich aber diskret und großzügig wie ich bin an HP weitergegeben.

Den Donnerstag haben wir dann erst einmal zum akklimatisieren genutzt und haben uns beim örtlichen Tourismusbüro über mögliche Wandertouren und Busverbindungen informiert. Unser eigentliches Ziel war ja der 974 m mächtige Ben Lomond, der höchste Berg am Loch Lomond, doch leider haben wir die Rechnung ohne das Wetter und die Busverbindungen, die in der Nebensaison schlechter sind, gemacht. Aber eine Ersatztour für Freitag war schnell gefunden:

 

Der Conic Hill (358) am Ostufer des Lochs hat sich dann auch als schöne Wanderung herausgestellt. Als wir schon etwas weiter oben waren hat sich der Nebel ein wenig gelichtet und wir hatten einen wunderschönen Ausblick über das Loch und die zahlreichen Inseln. Menschen waren nicht viele unterwegs, nur ein Herr, der alleine unterwegs war und eine Schulgruppe, die dann aber umgekehrt ist. Dafür trafen wir aber ein paar Schafe und Hochlandrinder, die sich vom Wetter ziemlich unbeeindruckt zeigten. Wir waren ja gut angezogen  und haben uns natürlich wacker durchgekämpft und der Regen hat zwischendurch auch ein wenig nachgelassen.

Eine längere Tour wäre aber trotzdem nicht sehr sinnvoll gewesen, da wir schon nach dieser ziemlich durchnässt waren und ich hatte ganz rote Backerla . Gott sei Dank hat unsere Gastgeberin Mhairi gleich unsere Sachen in die Waschmaschine gegen, so dass wir gleich die nächste Tour planen konnten. Dem Wetterbericht zufolge hätte es am Samstagnachmittag etwas weniger regnen sollen, also beschlossen wir, das Loch einmal von der Westküste aus zu betrachten. Der 642 m mächtige Beinn Dubh bot sich da regelrecht an. Vorher aber wollten wir aber den Abend noch nutzen und uns die Pubs des Städtchens anschauen.  Leider haben wir nur eines geschafft, das war so gemütlich, das wir uns gar nicht auf die Suche nach einem anderen gemacht haben. Das Guinness war – wir haben es auch nicht anders erwartet – vorzüglich, was will man mehr?

 

Mit trockener Kleidung und bei aufhellendem Himmel begannen wir den Aufstieg von der kleinen Stadt Luss ausgehend. Auch Beinn Dubh bot einen wunderschönen Panoramablick über den mittleren Teil des Lochs und auf Ben Lomond. Weiter oben schlug das Wetter aber jäh um und orkanartige Sturmböhen hätten die kleine Dorli fast vom Berg geweht  wenn der HP sie nicht beschützt hätte. Der Regen kam – ohne Übertreibung – waagrecht daher und wir waren beide innerhalb kürzester Zeit waschelnass. Doch trotzdem erreichten wir den Gipfel, Fotos gibt’s davon keine, das hätte einfach keinen Sinn gemacht. Ach ja, fast hätte ich die „Aktion des Tages“ vergessen: HP hatte es beim Abstieg besonders eilig, da kamen die kleinen Bacherla, die eigentlich Wege sein hätten sollen, gerade recht und schon ging es auf den Rucksack nach unten und zwar mit ziemlichen Speed. Ob die Aktion wirklich freiwillig war kann ich nicht genau sagen, hat eher so ausgesehen, also ob es ihm auf dem rutschigen Untergrund einfach die Füße weggezogen hätte. Sah auf jeden Fall lustig aus und der Rucksack hatte dann eine neue Farbe: modisches khaki-braun, ideal für die Herbstsaison.

 

Der Sonntag (als wollte uns das Wetter hier wirklich nur ver*****en) war dann wieder wunderschön. Leider ging unser Zug aber schon am frühen Nachmittag, deshalb ging sich kein größerer Ausflug mehr aus. Doch für einen kleinen Spaziergang reichte es allemal. Außerdem fuhren wir auch noch mit Sweeney’s Cruises, das ist ein kleines Schifffahrtsunternehmen, das kleine Ausflugsfahrten auf dem Loch Lomond übernimmt. Dabei erfuhren wir auch noch ganz wichtige Fakten über das Loch, also:  Loch Lomond ist mit einer Fläche von über 70 km² der größte Süßwassersee Großbritanniens, 200 m tief, 37 km lang und 8 km breit; Wasserhöchsttemperatur (August): 12°C. Für die Trinkwasserversorgung von Teilen Mittelschottlands, Edinburghs und Glasgows werden dem Loch Lomond täglich 4500 Millionen Liter Wasser entzogen, das finde ich persönlich schon ganz schön gewaltig viel, aber zurück zur Schifffahrt:

Am Südwestlichen Ufer sahen wir das „Cameron House“, stammt aus dem 18. Jahrhundert und hat unter anderem schon Pavarotti, Cher, Michael Jackson, Arnold Schwarzenegger, Clint Easwood und Sean Connery beherbergt. Weiters konnten wir noch einen Blick auf das unerreichte Ziel Ben Lomond und die größte Insel des Lochs, Inchmurrin, werfen. Bei der Rückfahrt am Ostufer passierten wir auch Balloch Castle, das wir später auch noch aus der Nähe betrachteten.

Ich wollte HP dann noch neu einkleiden, ich finde so einen Kilt ja wirklich sexy und wenn man schon Tourist ist sollte man sich auch die örtliche Tracht zulegen, damit man so daherkommt wie ein Piefke am Altausseer See . Aber HP wollte das nicht und hat sich mit Händen und Füßen gewehrt, versteh ich nicht.  

Als Abschluss unseres Schottlandtrips hat HP mich dann noch zu original Fish & Chips mit Essig eingeladen. Gegessen wurde diese britische Spezialität natürlich auf der Parkbank aus dem Papier, das ist hier so üblich und es hat auch wirklich gut geschmeckt.

 

Also ich muss wirklich sagen, Schottland hat mir (und ich glaube auch HP) trotz des Regens sehr gut gefallen. Vor allem die Landschaft und die Leute, die hier zwar kaum zu verstehen , aber sehr nett sind.
6.11.06 23:54
 


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